Aug 102017
 

Am Donnerstag, den 10. August 2017, in den Abendstunden, fanden in vielen Teilen des Burgenlandes heftige Unwetter statt. Auch Neutal wurde diesmal nicht verschont. Nach 21:00 Uhr kam von einem auf dem anderen Moment plötzlich heftiger Wind auf und starker Regen setzte ein. Zudem folgten heftige Blitzschläge.
Um 21:31 Uhr wurde von der Landessicherheitszentrale (LSZ) die Neutaler Sirene ausgelöst und deren Ortsfeuerwehr zu einem „Gebäudebrand in der Augasse in Neutal“ (so lautete der Alarmierungstext) beordert. Im Bereich des Gebäudes der Firma SAM an der B 50 waren meterhohe Feuersäulen wahrgenommen worden. Aus diesem Grund waren zeitgleich auch weitere Feuerwehren wie Stoob, Markt St. Martin sowie auch die Stadtfeuerwehr Oberpullendorf (mit der Drehleiter) mitalarmiert worden. Die ersteintreffende Wehr Neutal konnte schließlich feststellen, dass hinter dem Gebäude der Firma, ein Blitz in einem Baum eingeschlagen und diesen zu Fall gebracht hatte. Durch den umstürzenden Baum wurde die dort verlaufende Starkstromleitung abgerissen, was den Brand verursacht hatte. Die Flammen waren zwar bereits verloschen aber die Strom-Leitungen hingen lose zu Boden. Die auswertigen Wehren wurden daher vor Ort nicht mehr benötigt und konnten wieder nach Hause abrücken. Die Neutaler Wehr verständigte das Netz-Burgenland und sicherte die Gefahrenstelle ab.
Ein Teil der Neutaler Florianis wurde aber bereits zum nächsten Einsatz beordert:
Die heftigen Windböen hatten die Blecheinfassung vom Dach einer Firma im Neutaler Industriegebiet abgedeckt. Zahlreiche Blechteile lagen verstreut um das Gebäude. Da einige der losgerissenen Blechteile aber noch in luftiger Höhe hingen, mussten hier Maßnahmen gesetzt werden.
Nach Verständigung des Firmeninhabers und Beratung mit dem von diesem entsandten Verantwortlichen, wurden die noch lose hängenden Bleche schließlich von der Feuerwehr entfernt.
Auch Bürgermeister Erich Trummer war vor Ort und machte sich ein Bild von den Unwetterschäden.

Nach den beiden Einsätzen fuhren die Neutaler Florianis noch die Verkehrsverbindungen ab und räumten zahlreiche abgerissene Äste von der Fahrbahn. Gegen 24:00 Uhr rückten die Mitglieder unserer Wehr schließlich wieder in das Feuerwehrhaus ein und stellten die Einsatzbereitschaft sicher.

Angemerkt wird, dass – vermutlich bedingt durch die zahlreichen Stromausfälle im gesamten Bundesland – zu Problem bei der Kommunikation kam. Mit der LSZ konnte zB über mehrere Stunden weder per Funk, noch per Telefon, Verbindung aufgenommen werden. Lagedurchgaben, die Steuerung der eingesetzten Nachbarwehren, sowie sonstige Verständigungen (zB Netz-Burgenland) waren daher kaum bzw nur erschwert möglich.
Da unsere Sirene nicht für alle Mitglieder hörbar ist, insbesondere bei einem starken Unwetter, verfügen wir auch über ein zusätzliches Alarmierungssystem – nämlich die Alarmierung per SMS. Aufgrund technischer Probleme seitens der LSZ wurde dieses aber nicht ausgelöst und somit auch nicht alle unsere Mitglieder alarmiert.

Alarmierungszeit: 21:31 Uhr
Einsatzende: etwa 24:00 Uhr
Eingesetzte Fzge: RLF, LF, MTF
Eingesetzte Mitglieder: 13 Mitglieder

Einige Bilder dazu finden Sie hier.

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